Verfälschtes Filmmaterial des Max-Planck-Instituts in Tübingen.

Die ‘European Animal Research Association’ (EARA) verurteilt die verdeckten Ermittlungen am Max-Planck-Institut für Biokybernetik (MPI) in Deutschland, die durch die Deutsche Tierschutzgruppe SOKO Tierschutz in Zusammenarbeit mit der Britischen Gerwerkschaft für die Abschaffung der Tierversuche (BUAV) durchgeführt wurden.

EARA unterstützt die Verwendung von nicht-humanen Primaten (NHP’s) zur Erforschung der neuronalen Mechanismen von psychiatrischen und neuropathologischen Erkrankungen. Alternative Methoden zur Erforschung der neuronalen Ursachen von psychiatrischen und neurologisch pathologischen Erkrankungen, wie die von der BUAV erwähnte funktionelle Kernspintomographie (fMRI), sind Wechselwirkungsstudien, die die grundlegende Frage des Zusammenhangs zwischen ‘Ursache und Wirkung’ nicht beantworten. In diesen Fällen werden weiterhin Tiermodelle benötigt. Verdeckte Ermittlungen stellen eine große Bedrohung für die wissenschaftliche Gesellschaft und dem allgemeinen Aufschwung der biomedizinischen Forschung dar. Diese Art von Filmmaterial ist manipuliert, um eine emotionale Reaktion der Zuschauer hervorzurufen und stellt in keinster Weise die Realität dar. Ein klarer Beweis hierfür ist, dass das Video lediglich eine Länge von 7 Minuten hat, während die Untersuchungen 7 Monate andauerten.

EARA fordert die Deutsche wissenschaftliche Gemeinschaft und die Öffentlichkeit auf, diese verfälschten Anschuldigungen zurückzuweisen und somit dem Max-Planck-Institut Rückendeckung zu bieten. Einige angesehene Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen haben schon deren fachkundige Unterstützung gegeben:

Professor John Duncan, von der Fakultät für experimentelle Psychologie der Universität Oxford sagt: “In den letzten 15 Jahren haben wir ein noch nie dagewesenes Wachstum unseres Wissens der Hirnfunktionen mittels Kernspintomographieversuchen gesehen. Die Kernspintomographie bildet einen Mittelwert der Signale von Millionen einzelner Nervenzellen oder Neuronen, jedoch ist genau diese detaillierte elektrische Kommunikation zwischen den Neuronen ein Schlüsselelement, welches es ermöglicht, die Arbeitsweise des Gehirns zu verstehen. Die MPI Forschungsgruppe ist weltweit führend in der Schließung der Lücke zwischen der Forschung mit Hilfe von bildgebenenden Verfahren und den Studien an einzelnen Neuronen – beide sind von essentieller Bedeutung, um Studien zur menschlichen Gesundheit und Erkrankungen zu verstehen und den langfristigen Bedarf an Tierversuchen zu verringern.

Professorin Kristine Krug, von der Fakultät für Physiologie, Anatomie und Genetik der Universität Oxford sagt: “Mit ihrer bahnbrechenden Forschung an der Korrelation von bildgebenden Verfahren des Gehirns und der tatsächlichen Hirnaktivität, haben die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biokybernetik einen bedeutenden Beitrag für die Hirnforschung geliefert und zur klinischen Anwendung des 21. Jahrhunderts beigetragen. Schlaganfallpatienten, Patienten mit neurodegenerativen Erkrankungen und anderen Hirnverletzungen profitieren bereits von der klinischen Anwendung der neuesten Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung.”

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in News, Pressmitteilungen vom 12. September 2014.

Share on FacebookTweet about this on TwitterEmail this to someone