Erklärung zur Unterstützung der Direktive 2010/63/EU

In Namen von leitenden europäischen biomedizinischen Wissenschaftsorganisationen und -gesellschaften, Industrievertretern, Universitäten und Patientengruppen, hat die European Animal Research Association (EARA) eine Erklärung zur Unterstützung der Direktive 2010/63/EU veröffentlicht.

Die Erklärung unterstützt die Europäische Direktive 2010/EU („Direktive“) zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere. Sie wurde von 253 Organisationen unterzeichnet und auf EnglischFranzösischItalienisch, NiederländischPortugiesischRussisch und  Spanisch übersetzt.

Auf dieser Webseite werden regelmäßig die Unterschriften der letzten Unterzeichner veröffentlicht.

Wenn Sie Interesse daran haben mit Ihrer Organisation die Erklärung zu unterstützen, kontaktieren Sie uns einfach.

Erklärung zur Unterstützung der Europäischen Richtlinie 2010/63/EU (“Richtlinie”) zum Schutz der für wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere

Forschung an Tieren hat zu wesentlichen medizinischen Erfolgen beigetragen, die die Gesundheit von Mensch und Tier nachhaltig verändert haben. Wir unterstützen Forschung an Tieren in Bereichen, in denen keine alternativen Methoden verfügbar sind, der potentielle Nutzen für die Gesundheit eindeutig ist und akzeptable, ethische und Tierschutzstandards eingehalten werden können.

Die Europäische Richtlinie 2010/63/EU hat Tierschutzstandards verbessert und das Konzept der „3R“ (Refinement, Replacement, Reduction (Verbesserung, Vermeidung, Verringerung)) europaweit eingeführt. Gleichzeitig wurde durch die Richtlinie sichergestellt, dass Europa weiterhin eine weltweit führende Rolle in der biomedizinischen Forschung einnimmt. Gemäß der Richtlinie darf Forschung an Tieren durchgeführt werden, wenn potenzielle Vorteile für Human- und Veterinärmedizin sowie für Wissenschaft unbestreitbar und keine praktikablen Alternativmethoden vorhanden sind.

Damit Forschung an Tieren sowohl den ethischen als auch den streng wissenschaftlichen Standards entspricht, muss sie höchsten Tierschutzanforderungen genügen und dem 3R-Prinzip folgen. Die 3Rs sind:

  • „Replacement“ (Vermeidung) – Methoden, durch die der Einsatz von Tieren in der Forschung vermieden oder ersetzt wird
  • „Reduction“ (Verringerung) – Methoden, durch die die Anzahl der Tiere, die in einem Experiment eingesetzt werden, reduziert wird
  • „Refinement“ (Verbesserung) – Methoden, durch die das Leiden reduziert und der Tierschutz verbessert wird

Entwicklungen von alternativen Methoden, die den Einsatz von Tieren in der Forschung überflüssig machen, wie zum Beispiel menschliche Zellkulturmodelle oder Computersimulationen, werden laufend verbessert und auch der Bereich der Biowissenschaften muss sich weiter in diese Richtung entwickeln. Alternative Methoden können aber zu diesem Zeitpunkt Versuche mit Tieren noch nicht vollständig ersetzen. Bei vielen Krankheiten, einschließlich sehr komplexer Krankheitsbilder, die mehrere Organe betreffen, wie zum Beispiel Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes, müssen wir verstehen, wie der gesamte Organismus interagiert. Daher wird die Forschung an Tieren auch in Zukunft von grundlegender Bedeutung sein.

Forschung an Tieren hat große Fortschritte im Verständnis der Biologie ermöglicht und zu fast jeder Art von Behandlung, die heute in der Human- und Veterinärmedizin genutzt wird, beigetragen. Forschung an Tieren ist momentan weiterhin unumgänglich, um das, was wir über die Gesundheit und Krankheiten von Mensch und Tier wissen, zu erweitern, und um Behandlungsmethoden, die Menschen weltweit zugute kommen, zu entwickeln und zu verbessern.

Laden Sie sich die druckfähige PDF-Version der Erklärung hier herunter.

Diese Webseite wurde zuletzt am 29. September 2016 aktualisiert.

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